Gemeindezentrum Grundschöttel
Wetter Grundschöttel
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2001

Bauherr:
Freie evangelische Gemeinde Wetter Grundschöttel

Tragwerk:
Ing. Büro Schulte, Gevelsberg

 

Ein Gebäudekomplex, bestehend aus einer unter Denkmalschutz gestellten „alten Kapelle“ und einem Gemeindehaus aus den 50er Jahren, der „neuen Kapelle“, sollte erweitert und außerdem den modernen Erfordernissen und Bedürfnissen einer freien evangelischen Gemeinde angepasst werden.

Der Haupteingang sollte einladender und transparenter gestaltet werden, des weiteren sollte der Gottesdienstraum unter Einbezug des Foyers erweiterbar und mit modernen Medien für Beschallung und Visualisierung ausgestattet sein.
Alle Ebenen im gesamten Gebäudekomplex sollten barrierefrei erreichbar sein.

Die nordöstliche Wand und der südöstliche Kopfteil der „neuen Kapelle“ mussten zum einen aus baurechtlichen und zum anderen aus finanziellen Gründen erhalten bleiben.
Um den Gemeindebetrieb aufrecht zu erhalten, wurden die beiden Gebäudeteile in zwei Bauabschnitten über insgesamt 3 Jahre umgebaut.

Begonnen wurde mit dem Rückbau der „neuen Kapelle“, indem er von der „alten Kapelle“ getrennt wurde und mit dieser nur noch über ein „Glasgelenk“ verbunden ist.
Anstelle einer Außentreppe, welche den Höhenunterschied zwischen Straße und Erdgeschoss
überwand, wurde der Eingang auf Straßenniveau gebracht und führt in einen vorgezogenen neugeschaffenen Kopfbau, in welchem man über eine großzügige freitragende Stahltreppe die über Lufträume verbundenen Eingangsbereiche aller Geschosse erreichen kann.
Beim Beschreiten der Treppe ergeben sich vielfältige Blickbeziehungen in die umliegende Landschaft.

Außen streckt sich dieser neugeschaffene Kopfbau in den Straßenraum und signalisiert den Haupteingang.

Besonders bei Dunkelheit wirkt das Gebäude durch die innere Beleuchtung sehr einladend und erlaubt Durchblicke bis zur „Altarwand“, was von der Gemeinde ausdrücklich erwünscht ist.

Durch den jetzt halbgeschossig versetzten Haupteingang konnte das ehemalige Kellergeschoss großzügig mit ebenerdigen Glasflächen zur Straße hin geöffnet werden. In diesem Bereich ist jetzt die Cafeteria untergebracht.

Im zweiten Bauabschnitt wurde die unter Denkmalschutz stehende „alte Kapelle“ im Übergangsbereich komplett entkernt. Neben einem neuen Fluchttreppenhaus wurde hier ein Aufzug eingebaut, welcher als „Durchlader“ alle Ebenen erreicht.
Der großzügige Dachstuhl der alten Kapelle wurde ausgebaut und dient jetzt als Proberaum für die Theatergruppe der Gemeinde.

Im Winkel zwischen Alt- und Neubau befindet sich ein geneigter Platz, an welchen durch parallel zur alten Kapelle in das Gelände laufende Stufen Alt- und Neubau ebenerdig an den Platz angebunden werden.

Eine vor Kopf verlaufende Rampe grenzt den Platz zur neuen Kapelle hin ab und schafft einen sanften Übergang zum Untergeschoss, so dass auch in diesem Bereich vollwertige Gruppenräume mit ebenerdigen Fenstern entstehen konnten.

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